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Eisenblätter: Schulsozialarbeit finanziell absichern und nachhaltig stärken

Zur Vorstellung der Ergebnisse der Studie zur Schulsozialarbeit im bundesweiten Vergleich und den daraus abgeleiteten Forderungen erklärt Gerald Eisenblätter, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag:

Gerald Eisenblätter (MdL, Foto: SPD Fraktion Sachsen)

„Mit dem Landesprogramm ‘Schulsozialarbeit’ sind wir vor zehn Jahren den richtigen Schritt gegangen. Die vorgelegten Zahlen untermauern dies. Heute ist Schulsozialarbeit kein Malus mehr, sondern willkommener Teil des multiprofessionellen Teams an Schulen. Die Verankerung von Schulsozialarbeit in §1 des Schulgesetzes war richtig. Sie ist ein zentraler Baustein für Chancengerechtigkeit und für den Umgang mit den wachsenden sozialen und psychosozialen Herausforderungen an unseren Schulen. 
 
Steigende Zahlen von Schulabsentismus, wachsende Konflikte im Schulalltag und eine zunehmende Zahl von Schülerinnen und Schülern ohne Abschluss zeigen, wie groß der Handlungsdruck ist. Schulsozialarbeit ist kein Zusatzangebot, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil von zukunftssicherer Schule und moderner Bildung. 
 
Ich bin den pädagogischen Fachkräften enorm dankbar für ihre hervorragende Arbeit in den sächsischen Schulen – gerade weil sie oft Einzelkämpfer vor Ort sind. Die Studie zeigt eindrucksvoll auf, wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Gute Bildungspolitik geht mit Planungssicherheit einher. Die Idee eines Stufenplans ist charmant. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir uns in Zeiten einer sehr angespannten Haushaltslage befinden. Für die SPD-Fraktion ist klar, dass Schulsozialarbeit auch künftig zum festen Bestandteil des multiprofessionellen Teams an Schulen gehören wird. Zusammen mit Schulassistenz und pädagogischen Fachkräften im Unterricht schafft sie Unterstützung für Kinder, Jugendliche und ihre Familien und entlastet Lehrkräfte. Unser gemeinsames Ziel muss sein, monatelange Diskussionen über mögliche Kürzungen nicht zu wiederholen, damit Sozialarbeiter:innen und Träger Planungssicherheit und Vertrauen bekommen.”